Liebe Lesende.
Ich muss zugeben: Zwar halte ich mich für einen überzeugten Christen. Auch ich verliere mich aber schnell in Angeboten und Hoffnungen der Welt: Versicherungen, Vorsorge, Kontostände, Luxus.
All das drängt sich auf, grell und lautstark – und bleibt doch flüchtig und nichtig. Es geht so schnell, wie es kommt, verweht vom Wind der Zeit.
Im Römerbrief schreibt Paulus von der Hoffnung wider alle Hoffnung. Sie setzt ihr Vertrauen in den Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat, der dem Leben das letzte Wort gibt. Diese Hoffnung ist kein billiger Trost. Sie muss dem, was ihr hier und jetzt entgegensteht, abgerungen werden.
Das kann ich nicht allein. Ich bin angewiesen auf die Gemeinschaft, auf Menschen, mit denen ich Glaube und Leben teilen kann, auf die Gemeinschaft, die zusammengehalten wird von Gottes Liebe und Vergebung. Darum Kirche.
Pfr. Thomas Muggli-Stokholm